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Je größer desto günstiger? Ja, aber ...

31.03.2021: Das Kostenargument für minus 25 % Förderung von PV-Freilandanlagen gilt nicht! Eine Studie der FH Technikum Wien im Auftrag von Photovoltaic Austria belegt, dass PV-Freiflächenanlagen nicht günstiger sind als Dachanlagen. Durch die Aufdröselung der Anschaffungskosten wird klar, dass das Kostenargument für einen 25 %igen Abschlag für Großanlagen, wie es das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) vorsieht, schlicht nicht stimmt.

© Foto: Der Standard

Auch wenn sich der Größeneffekt für eine PV-Anlage kostengünstig auswirkt, so sind die Netzanschlusskosten einer Freilandanlage wesentlich teurer als für Dachanlagen.

"Wenn man mit Förderabschlägen Photovoltaik auf der Freifläche verhindern will, dann soll man das sagen", wird Vorstandsvorsitzender von Photovoltaics Austria, DI Herbert Paierl im Standard-Artikel zitiert. Die Studie zeigt klar, dass es keine kostentechnische Grundlage für Abschläge bei PV-Freiflächenanlagen gibt. Das EAG bremst damit die Umsetzung von Großanlagen und erschwert die Erreichung von 11 TWh PV-Strom bis 2030.

Das ist nicht nur eine vertane Gelegenheit, sondern hinsichtlich des kleinen Zeitfensters, das uns zur Minimierung der CO2-Emissionen bzw. zum Stopp der Erderwärmung bleibt, die falsche Strategie!

Mehrfachnutzung statt Flächenversiegelung

Agrar-Photovoltaikanlagen wie das EWS Sonnenfeld® entkräften schnell und eindeutig Argumente wie Versiegelung von wertvollen Böden und Verknappung von Anbauflächen für die Lebensmittelproduktion. Im Gegenteil, die Mehrfachnutzung von landwirtschaftlichen Flächen, die Steigerung der Biodiversität und der Artenvielfalt, sowie die Verbesserung der Bodenqualität wurden bereits vielfach bewiesen und sind längst wissenschaftlich belegte Vorteile von Agrar-Photovoltaik.

Zukunftsszenario

Stellen wir uns vor: Jede Gemeinde in Österreich betreibt ein EWS Sonnenfeld®, erzeugt und verbraucht sauberen Sonnenstrom direkt vor Ort. Landwirt*innen nutzen weiterhin ca. 82 % der Sonnenfeld-Fläche und erhalten Zusatzerlöse durch Pachteinnahmen, von denen sie vor allem in schlechten Erntejahren profitieren und die nicht zuletzt ihre Existenzsicherung bedeuten können.

Die Sonnenfelder erzeugen nun für ca. 20 Jahre Strom, den Landwirt*innen für die zunehmende Elektrifizierung ihrer Geräte und Höfe auch gut brauchen können. Bei guter Planung und in Kombination mit immer moderneren Speicheranlagen werden Gemeinden weitgehend stromautark. Sollte sich im Laufe der Zeit und durch die technische Weiterentwicklung herausstellen, dass andere Stromerzeugungsvarianten lukrativer sind, kann ein Sonnenfeld rückstandslos abgebaut und die Fläche wieder zu 100% für die Landwirtschaft genutzt werden.

Welches Risiko gehen wir also ein, wenn wir uns jetzt zu Agrar-Photovoltaik bekennen und ihren Ausbau, natürlich unter allen naturschutz- und baurechtlichen Vorschriften, fördern?

Lesen Sie den gesamten Aritkel zum Kostenvergleich von Photovoltaikanlagen.

Bin ich bereit für hektarweise Sonnenstrom?

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Eine Fläche von mindestens 5 Hektar Größe sollte sich locker machen lassen. Ob diese für eine Agrar-Photovoltaik geeignet ist? Ich hoffe es und mach den „Flächencheck“!

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